
50 Min. · Fisch · Hauptgang · Für Geübte
Tempura Moriawase
Auf Deutsch: Gemischtes Tempura · Auf Englisch: Mixed Tempura
Für 4 Personen · metrisch
Gemüse und Garnelen in hauchdünner, knuspriger Hülle mit Dashi-Tauchsauce
Tempura lebt von zwei Dingen: einem Teig, der kaum angerührt wird, und Öl, das genau die richtige Temperatur hat. Aubergine, Kürbis, Shishito-Paprika und Garnelen bekommen so eine dünne, knusprige Hülle, unter der das Gemüse noch saftig bleibt. Dazu eine warme Tauchsauce aus Dashi, Sojasauce und Mirin – im Sommer eine leichte Mahlzeit, die man am besten direkt aus dem Topf heraus isst.
Zutaten
- 120 gMehlfür den Teig, zusätzlich etwas zum Bestäuben der Zutaten
- 2 ELmacht die Hülle knuspriger (optional)Feines weisses Stärkepulver aus Kartoffeln, in Japan als Katakuriko zum Binden und Panieren verwendet.Ersatz: Tapiokastärke kommt am nächsten. Maisstärke bindet ebenfalls, macht Saucen aber trüber und weniger glänzend und frittierte Krusten weniger knusprig.Mehr dazu
- 1Eierverquirlt, mit dem Eiswasser abgemessen
- 150 mlWassereiskalt, für den Teig
- 1 PriseSalzin den Teig
- 2 ELanteilig in der Flüssigkeit für den Teig (optional)Japanischer Reiswein, im Kochen vor allem zum Abrunden, Mildern von Fischgeruch und für Umami verwendet.Ersatz: Trockener Sherry oder chinesischer Shaoxing-Wein kommen am nächsten, bringen aber einen eigenen, kräftigeren Ton mit; Mirin ist kein Ersatz, weil er deutlich süss ist.Mehr dazu
- 2 TLAlternative zum Ei, hält die Hülle leicht (optional)Milder, leicht süsslicher Essig aus Reis, deutlich weniger scharf als Weinessig.Ersatz: Heller Apfelessig oder Weissweinessig, mit etwas Wasser verdünnt und mit einer Prise Zucker abgerundet, kommt nahe heran. Er schmeckt etwas fruchtiger und schärfer, für Sushi-Reis und feine Marinaden fällt der Unterschied am deutlichsten auf.Mehr dazu
- 1000 mlFrittierölmindestens 3 cm hoch im Topf
- 2Auberginein Scheiben, kurz in Wasser gelegt und abgetupft
- 9Shishito-Paprikalängs eingeschnitten, damit das Öl nicht spritzt
- 300 gKürbisin dünnen Scheiben, gern vorgegart
- 150 gGarnelengeschält, Darm entfernt, vor dem Frittieren mit Mehl bestäubt
- 1 Bundin 2–3 cm Stücke, für das Kakiage (optional)Japanische Wildpetersilie mit dreiteiligen Blättern und langen, zarten Stielen, frisch und leicht herb, irgendwo zwischen Petersilie, Sellerie und Engelwurz.Ersatz: Glatte Petersilie mit ein wenig Selleriegrün kommt dem Geschmack am nächsten, wirkt aber gröber und grasiger; die kühle, leicht harzige Note und die zarten Stiele fehlen. Ein gleichwertiger Ersatz existiert nicht, im Zweifel lieber sparsam dosieren, damit die Petersilie nicht dominiert.Mehr dazu
- 10fein geschnitten in den Teig oder auf Fischfilets gelegt (optional)Aromatische Blätter einer japanischen Kräuterpflanze aus der Familie der Lippenblütler, frisch und würzig zwischen Minze, Basilikum und Anis.Ersatz: Einen echten Ersatz gibt es nicht, denn das Aroma ist einzigartig. Eine Mischung aus frischer Minze und Basilikum trifft die Frische, nicht aber den würzig-anisartigen Ton; koreanische Perillablätter kommen näher, schmecken aber derber und eher nach Sesam und sind fester im Biss.Mehr dazu
- 200 mlGrundlage für die TauchsauceJapanische Grundbrühe, meist aus Kombu-Seetang und getrockneten Bonitoflocken gezogen: klar, leicht rauchig, mit tiefem Umami.Ersatz: Am nächsten kommt Instant-Dashi aus Granulat oder Beuteln; es ist meist salziger und etwas flacher, also beim Würzen zurückhaltend sein. Für eine vegetarische Fassung kann man Kombu und getrocknete Shiitake kalt einweichen. Hühner- oder Gemüsebrühe ist kein guter Ersatz: Sie bringt einen eigenen, schwereren Geschmack mit, und das Gericht schmeckt dann nicht mehr japanisch.Mehr dazu
- 3 ELSojasaucefür die Tauchsauce
- 2 ELfür die TauchsauceSüsser japanischer Reiswein zum Kochen, der Saucen und Glasuren eine milde Süsse und Glanz gibt.Ersatz: Sake oder trockener Sherry mit etwas Zucker, etwa ein Teelöffel auf einen Esslöffel, kommt nahe heran; Süsse und Glanz stimmen dann ungefähr, die runde, leicht malzige Tiefe des Mirin fehlt.Mehr dazu
Zubereitung
- Dashi, Sojasauce und Mirin in einem kleinen Topf kurz aufkochen, dann vom Herd nehmen und die Tauchsauce beiseitestellen; sie soll beim Servieren noch warm sein.
- Die Aubergine in Scheiben schneiden, wenige Minuten in Wasser legen und anschließend gründlich abtupfen. Die Shishito-Paprika längs einschneiden, damit das Öl beim Frittieren nicht spritzt. Den Kürbis in dünne Scheiben schneiden oder vorgaren.
- Die Garnelen schälen, den Darm entfernen und die Bauchseite einschneiden, damit sie gerade bleiben; etwa ein Drittel der Garnelen für das Kakiage zurückbehalten. Mitsuba, falls verwendet, in 2–3 cm lange Stücke schneiden. Alles bereitlegen, damit später zügig gearbeitet werden kann.
- Das Ei verquirlen und mit dem eiskalten Wasser verrühren. Weizenmehl mit Salz und – nach Belieben – der Kartoffelstärke darübersieben und nur grob durchziehen – Mehlreste dürfen sichtbar bleiben, nicht glatt rühren. Wer mag, ersetzt einen Teil der Flüssigkeit durch Sake.
- Das Frittieröl mindestens 3 cm hoch in einem Topf erhitzen und die Temperatur prüfen: Ein Tropfen Teig soll zügig wieder an die Oberfläche steigen.
- Die Zutaten leicht mehlieren, durch den Teig ziehen und nach steigender Temperatur frittieren – zuerst die Shishito, dann Aubergine und Kürbis, zuletzt die übrigen Garnelen. Die Garnelen erst unmittelbar vor dem Frittieren mit Mehl bestäuben. Immer nur wenige Stücke gleichzeitig ins Öl geben.
- Für das Kakiage die zurückbehaltenen Garnelen und das Mitsuba in den übrigen Teig mischen, mundgroße Portionen ins Öl gleiten lassen, einmal wenden und in der Mitte etwas auflockern, bis sie hellgoldbraun sind.
- Alles kurz am Topfrand abtropfen lassen, auf Küchenpapier entfetten und sofort mit der warmen Tauchsauce servieren.
Tipps und Varianten
Ohne Ei gelingt der Teig aus Mehl, Stärke und Salz mit Wasser und Reisessig – bei kurz frittierten Zutaten die Essigmenge halbieren. Wer eine besonders leichte Hülle möchte, rührt den Teig aus Reismehl mit eiskaltem Sprudelwasser an; eine Variante mit Backtriebmittel und nur Eigelb ruht danach 30–60 Minuten kühl. Statt Garnelen passt weißfleischiger Fisch (Kisu), beim Frittieren mit einem Shiso-Blatt belegt, fein geschnittener Shiso kann auch in den Teig. Kürbis lässt sich in der Mikrowelle vorgaren, zerdrücken und als Beutelchen nur halb in den Teig tauchen, Paprika- und Peperoni-Scheiben geben ein zusätzliches Kakiage. Zu Wachtel im Tempurateig serviert man eine Nudelsuppe aus dem Kochfond. Süß wird es mit gezuckerten Pflaumen im Reismehl-Teig mit Ei und Zucker, dazu eine Quarkcreme.
Allergene
Enthält: Eier, Fisch, Glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Soja
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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