
60 Min. · Fleisch · Hauptgang · Für Geübte
Yakitori
Für 4 Personen · metrisch
Hähnchenspieße mit Frühlingszwiebeln, glasiert mit selbst gekochter Shoyu-Tare
Yakitori sind kleine Hähnchenspieße, die traditionell über einem Bincho-Holzkohlegrill gegart und mit einer Sauce aus Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker bestrichen werden. Den Reiz macht der Wechsel aus saftigem Fleisch, weich gegrillter Frühlingszwiebel und der Tare aus, die in den letzten Minuten karamellisiert — eine Sauce, die man gut im Voraus kocht und aufbewahrt. Gegessen wird mit den Fingern, direkt vom Grill oder aus der Pfanne, und genau das macht sie zum passenden Essen für einen Sommerabend oder ein Fest in größerer Runde.
Zutaten
- 700 gHähnchenfleischKeule oder Brust, ohne Knochen, in mundgerechte Würfel geschnitten
- 120 mlSojasauceBasis der Tare
- 60 mlfür Glanz und Süße der SauceSüsser japanischer Reiswein zum Kochen, der Saucen und Glasuren eine milde Süsse und Glanz gibt.Ersatz: Sake oder trockener Sherry mit etwas Zucker, etwa ein Teelöffel auf einen Esslöffel, kommt nahe heran; Süsse und Glanz stimmen dann ungefähr, die runde, leicht malzige Tiefe des Mirin fehlt.Mehr dazu
- 80 mlfür die Sauce, zum Abschluss auch über die Spieße gesprühtJapanischer Reiswein, im Kochen vor allem zum Abrunden, Mildern von Fischgeruch und für Umami verwendet.Ersatz: Trockener Sherry oder chinesischer Shaoxing-Wein kommen am nächsten, bringen aber einen eigenen, kräftigeren Ton mit; Mirin ist kein Ersatz, weil er deutlich süss ist.Mehr dazu
- 15 gZuckerlässt die Glasur karamellisieren
- 150 gFrühlingszwiebelin etwa 4 cm lange Stücke, abwechselnd mit dem Fleisch aufgespießt
- 2 ZehenKnoblauchfein gehackt, für die Sauce
- 1 TLIngwergerieben, für die Marinade
- 1 ELSesamzum Bestreuen
- 2 ELPflanzenölzum Einpinseln und Braten
- Salzzum Abschmecken der Spieße
- 8Bambusspießevor dem Gebrauch 20 Minuten wässern
- 2 ELHonigalternative Süße in der Marinade (optional)
- 8Stiele entfernt, auf eigenen Spießen gegrillt (optional)Achtung: Shiitake sollten gut durchgegart gegessen werden, da rohe oder halbgare Pilze bei manchen Menschen einen juckenden, streifenförmigen Hautausschlag auslösen können.Getrocknete Shiitake-Pilze, die vor dem Kochen eingeweicht werden, mit kräftigem, rauchig-würzigem Geschmack und fester, fleischiger Textur.Ersatz: Frische Shiitake treffen die Textur, haben aber deutlich weniger Tiefe und liefern kein Einweichwasser; getrocknete Steinpilze geben ähnlich viel Würze, schmecken jedoch waldiger und nicht nach Shiitake.Mehr dazu
- am Tisch zum Nachwürzen (optional)Japanische Würzmischung aus sieben Zutaten, meist Chili, Sansho-Pfeffer, getrockneter Orangenschale, Sesam und Nori, die zum Nachwürzen bei Tisch gestreut wird.Ersatz: Eine eigene Mischung kommt nahe: Chiliflocken mit geröstetem Sesam, fein geriebener getrockneter Orangenschale, etwas gemahlenem Sansho oder Szechuanpfeffer und zerbröseltem Nori. Ichimi Togarashi oder reine Chiliflocken liefern nur die Schärfe, ohne Zitrus, Prickeln und Nussigkeit, und ergeben damit ein deutlich flacheres Ergebnis.Mehr dazu
Zubereitung
- Die Bambusspieße 20 Minuten in Wasser einlegen, damit sie auf dem Grill nicht verbrennen.
- Für die Tare Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker mit dem fein gehackten Knoblauch und dem geriebenen Ingwer aufkochen und etwa 8 Minuten einkochen lassen, bis die Sauce leicht sirupartig ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
- Das Hähnchenfleisch parieren und in gleichmäßige Würfel von etwa 2,5 cm schneiden. Wer mag, mariniert es 30 Minuten bis 1 Stunde in einem Teil der abgekühlten Sauce.
- Die Frühlingszwiebeln in etwa 4 cm lange Stücke schneiden. Fleisch und Zwiebelstücke abwechselnd und dicht an dicht auf die Spieße stecken, ohne Lücken.
- Die Spieße dünn mit Öl einpinseln und über starker Hitze grillen oder in einer heißen Pfanne braten, dabei mehrfach wenden.
- Gegen Ende mehrmals mit der Tare bestreichen und weitergaren, bis die Glasur karamellisiert und das Fleisch durch ist — insgesamt 8 bis 10 Minuten.
- Die fertigen Spieße mit Sake besprühen, leicht salzen und mit Sesamsamen bestreuen.
- Sofort servieren, mit der restlichen Tare in einer kleinen Schale dazu. Shiitake ohne Stiele lassen sich auf eigenen Spießen mitgrillen.
Tipps und Varianten
Statt der Shoyu-Tare passt eine Miso-Marinade mit Yuzuschale, Sesam und Sesamöl, abgerundet mit Yuzuabrieb und etwas Saft — oder eine grüne Variante aus Basilikum, Petersilie, Pinienkernen, Olivenöl und geröstetem Knoblauch, dazu eine Zitronenspalte. Alternativ das Fleisch mehrere Stunden bis über Nacht in einer Marinade aus 2 EL Honig mit Limette bzw. Teriyakisauce einlegen. Ganz ohne Sauce, nur mit Öl und Salz gegrillt, isst man die Spieße mit Sojasauce und Wasabi. In der Heißluftfritteuse gelingen sie bei 200 °C in zweimal 4 Minuten, mit einer Saucenschicht dazwischen. Für ein größeres Fest lohnen zusätzliche Spieße mit Shiitake, Shishito und Wachteleiern; Shichimi Togarashi kommt auf den Tisch, damit jeder selbst nachwürzt. Die Tare hält gut gekühlt etwa drei Monate, es lohnt sich also, die doppelte Menge zu kochen.
Allergene
Enthält: Glutenhaltiges Getreide, Sesam, Soja
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


