
Kansai (Osaka, Kyoto) · 60 Min. · Fisch · Hauptgang · Für Geübte
Ehōmaki
Für 4 Personen · metrisch
Dicke Sushirolle mit geschmorten Pilzen, Omelett und Gurke – am Stück gegessen
Ehōmaki ist eine dicke, ungeschnittene Sushirolle, die zum Setsubun-Fest im Winter gegessen wird – dieses Grundrezept stammt von einer Mutter aus Osaka. Die Füllung ist altmodisch und sparsam gedacht: geschmorte Trockenzutaten wie Shiitake und Kanpyō, dazu ein süßliches Omelett, Gurke und Krebsstäbchen. Traditionell nimmt man die Rolle ganz in die Hand und isst sie am Stück; wer das nicht möchte, schneidet sie in Scheiben.
Zutaten
- 500 gSushireisetwas fester gekocht, roh ca. 2–3 Go
- 60 mlfür den SushiessigMilder, leicht süsslicher Essig aus Reis, deutlich weniger scharf als Weinessig.Ersatz: Heller Apfelessig oder Weissweinessig, mit etwas Wasser verdünnt und mit einer Prise Zucker abgerundet, kommt nahe heran. Er schmeckt etwas fruchtiger und schärfer, für Sushi-Reis und feine Marinaden fällt der Unterschied am deutlichsten auf.Mehr dazu
- 2 ELZuckerfür den Sushiessig und die geschmorten Einlagen
- 1½ TLSalzfür den Sushiessig
- 4ganze geröstete BlätterGeröstete Meeresalgen, zu dünnen, papierartigen Blättern gepresst, würzig und leicht salzig nach Meer.Ersatz: Zum Einrollen oder Umwickeln gibt es keinen brauchbaren Ersatz, denn kein anderes Produkt hat diese Form und Festigkeit. Als zerbröselte Würze lässt sich Aonori oder Furikake verwenden, das trifft den Meeresgeschmack, aber nicht den gerösteten Ton und die Textur der Blätter.Mehr dazu
- 6Getrocknete Shiitakeeinweichen, Einweichwasser für den Sud nutzen, in Streifen schneiden
- 15 gKanpyō (getrocknete Kürbisstreifen)einweichen, mit Salz abreiben, vorkochen, dann schmoren
- 60 gKarottein Stifte geschnitten, mitgeschmort
- 4Eierzu dickem Omelett braten, in Stangen schneiden
- 1Gurkelängs in Stifte geschnitten, gibt der Rolle Halt
- 4Surimi-Stäbchenganz eingelegt
- 2 ELSojasaucefür den Schmorsud der Einlagen
- 2 ELfür den Schmorsud der EinlagenSüsser japanischer Reiswein zum Kochen, der Saucen und Glasuren eine milde Süsse und Glanz gibt.Ersatz: Sake oder trockener Sherry mit etwas Zucker, etwa ein Teelöffel auf einen Esslöffel, kommt nahe heran; Süsse und Glanz stimmen dann ungefähr, die runde, leicht malzige Tiefe des Mirin fehlt.Mehr dazu
- ½ TLfür den Schmorsud (optional)Japanische Grundbrühe, meist aus Kombu-Seetang und getrockneten Bonitoflocken gezogen: klar, leicht rauchig, mit tiefem Umami.Ersatz: Am nächsten kommt Instant-Dashi aus Granulat oder Beuteln; es ist meist salziger und etwas flacher, also beim Würzen zurückhaltend sein. Für eine vegetarische Fassung kann man Kombu und getrocknete Shiitake kalt einweichen. Hühner- oder Gemüsebrühe ist kein guter Ersatz: Sie bringt einen eigenen, schwereren Geschmack mit, und das Gericht schmeckt dann nicht mehr japanisch.Mehr dazu
- 40 gSakura-Denbu (rosa Fischflocken)für Farbe (optional)
- 150 gGegrillter Aal (Unagi Kabayaki)fertig gekauft, erwärmt, in Streifen (optional)
- 50 gSpinatin Salzwasser blanchiert, ausgedrückt; alternativ Mitsuba, Zuckerschoten oder Rapsblüten (optional)
- 150 gGarnelengeschält, 3 Minuten gekocht (optional)
- 1Kōya-Tofu (gefriergetrockneter Tofu)einweichen, in Sud schmoren (optional)
Zubereitung
- Den Sushireis etwas fester kochen als gewohnt. Reisessig, Zucker und Salz zu Sushiessig verrühren, bei Bedarf kurz erwärmen, bis der Zucker gelöst ist. Den Essig unter den heißen Reis schneidend mischen und den Reis auf Körpertemperatur abkühlen lassen.
- Die getrockneten Shiitake in lauwarmem Wasser einweichen, das Einweichwasser aufbewahren und die Pilze in Streifen schneiden. Das Kanpyō einweichen, mit Salz abreiben, abwaschen und weich vorkochen.
- Shiitake, Kanpyō und die Karottenstifte – nach Wunsch zusammen mit dem eingeweichten Kōya-Tofu – im Einweichwasser mit Zucker, Mirin, Sojasauce und nach Belieben Dashi-Pulver schmoren, bis der Sud fast vollständig eingekocht ist. Anschließend abkühlen lassen.
- Die Eier mit Zucker und Salz verquirlen und zu einem dicken Omelett braten. Abkühlen lassen und in lange Stangen schneiden.
- Nach Wunsch Blattspinat in Salzwasser blanchieren und gut ausdrücken. Die Gurke längs in Stifte schneiden und die Krebsstäbchen bereitstellen, sodass alle Einlagen in Rollenlänge vor dir liegen.
- Ein Noriblatt mit der glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte legen und den Sushireis gleichmäßig darauf verteilen. Am oberen Rand etwa 2 cm und vorne etwa 1 cm frei lassen.
- Die Einlagen als Querstreifen etwas unterhalb der Mitte nebeneinanderlegen. Mit der Matte von vorn in einem Zug aufrollen, die Füllung dabei mit den Fingern an ihrem Platz halten und die Rolle sanft andrücken statt zu pressen.
- Die Rolle mit der Naht nach unten 2 bis 5 Minuten ruhen lassen. Dann ganz servieren – oder mit einem feuchten Messer in Scheiben schneiden.
Tipps und Varianten
Die Füllung lässt sich frei zusammenstellen: mit Meeresfrüchten aus gekochten Garnelen und Sakura-Denbu statt Trockengemüse, als Osaka-Variante mit gekauftem gegrillten Aal und Zuckerschoten, oder als Sashimi-Version mit rohem Tintenfisch, Lachs, Shiso, Takuan und Sesam auf halbierten Noriblättern. Vegan wird die Rolle mit Sojahack-Soboro, geschmorten Shiitake, Gurke, Rapsblüten und eingelegtem Ingwer, ganz ohne Ei und Fisch. Frische Shiitake funktionieren ebenfalls, dann den Sud mit konzentrierter Dashi-Sojasauce ansetzen; statt der Gurke kann auch blanchierter Spinat eingerollt werden. Ohne Bambusmatte rollt man mit Frischhaltefolie – die Rolle bleibt dann zum Schneiden und Essen eingewickelt und hält besser zusammen. Zum Setsubun am besten ungeschnitten servieren, jeder bekommt seine eigene Rolle in die Hand.
Allergene
Enthält: Eier, Glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Soja
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Fisch
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


