
Japan · 35 Min. · Fisch · Hauptgang · Für Geübte
Buri no Shioyaki
Auf Deutsch: Gesalzene gebratene Gelbschwanzmakrele mit Ingwer · Auf Englisch: Salt-grilled yellowtail
Für 2 Personen · metrisch
Gelbschwanzmakrele, nur gesalzen und gegrillt, mit Daikon und Zitrus
Shioyaki heißt: salzen und grillen, mehr braucht ein guter Fisch nicht. Die Gelbschwanzmakrele ist im Winter kräftig und fett, das Salz zieht die Haut knusprig und hält das Fleisch saftig. Dazu kommen ein Häufchen fein geriebener Daikon mit ein paar Tropfen Sojasauce als Gaumenreiniger und Zitrusspalten zum Ausdrücken.
Zutaten
- 2Filetstücke oder Kragenstücke (Kama)Achtung: Roh nur Ware verwenden, die ausdrücklich für den Rohverzehr verkauft wird und zum Schutz vor Parasiten vorschriftsgemäss tiefgefroren wurde.Japanischer Meeresfisch aus der Familie der Stachelmakrelen, als Hamachi oder Buri bekannt, mit festem, fettreichem, hellem Fleisch und mildem, buttrigem Geschmack.Ersatz: Am nächsten kommt der verwandte Königsfisch, der etwas magerer und weniger buttrig ist. Für rohe Gerichte geht sonst Thunfisch oder Lachs in Rohverzehrqualität, wobei Thunfisch magerer und Lachs deutlich eigener im Geschmack ist; für geschmorte oder gebratene Gerichte passt Makrele, die kräftiger und fischiger schmeckt.Mehr dazu
- Salzgrobes Meersalz, beidseitig aus der Höhe aufgestreut; etwa 1,5–2 % des Fischgewichts
- 1 ELzum Abspülen bzw. Vorwürzen gegen Fischgeruch (optional)Japanischer Reiswein, im Kochen vor allem zum Abrunden, Mildern von Fischgeruch und für Umami verwendet.Ersatz: Trockener Sherry oder chinesischer Shaoxing-Wein kommen am nächsten, bringen aber einen eigenen, kräftigeren Ton mit; Mirin ist kein Ersatz, weil er deutlich süss ist.Mehr dazu
- 200 gfein gerieben als BeilageGrosser, milder weisser Rettich aus Ostasien, roh knackig und saftig, gekocht weich und aufnahmefähig für Brühe.Ersatz: Weisser Rettich ersetzt ihn gut, roh ist er etwas schärfer; für Geschmortes und Suppen geht auch Mairübe, die süsser und weniger saftig ist.Mehr dazu
- 1Zitronein Spalten zum Ausdrücken; alternativ Sudachi oder Yuzu
- 1 TLSojasauceeinige Tropfen über den geriebenen Rettich (optional)
- 1½ ELIngwerfein gerieben, für die Ingwer-Essig-Sauce (optional)
- 1½ ELmit dem geriebenen Ingwer verrührt (optional)Milder, leicht süsslicher Essig aus Reis, deutlich weniger scharf als Weinessig.Ersatz: Heller Apfelessig oder Weissweinessig, mit etwas Wasser verdünnt und mit einer Prise Zucker abgerundet, kommt nahe heran. Er schmeckt etwas fruchtiger und schärfer, für Sushi-Reis und feine Marinaden fällt der Unterschied am deutlichsten auf.Mehr dazu
- 1Frühlingszwiebelin 3–4 cm lange Stücke geschnitten, mitgebraten (optional)
- 1 ELPflanzenölfür die Pfanne oder zum Einfetten des Grillrosts (optional)
Zubereitung
- Den Fisch säubern und trocknenDie Stücke Gelbschwanzmakrele kalt abspülen, Blutreste sorgfältig entfernen und mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen – nur ein trockener Fisch bräunt richtig.
- Die Haut einschneidenDie Hautseite ein- bis zweimal flach einschneiden, damit sich die Stücke beim Garen nicht wölben.
- Den Fisch salzenDen Fisch beidseitig aus etwa 30 cm Höhe gleichmäßig mit grobem Meersalz bestreuen; wer mag, benetzt ihn vorher mit Sake. Rechne mit etwa 1,5 bis 2 Prozent des Fischgewichts.
- Ruhen lassen und abtupfenDen Fisch 10 bis 30 Minuten ruhen lassen und die ausgetretene Flüssigkeit noch einmal abtupfen.
- Beilagen vorbereitenWährenddessen den Daikon fein reiben, leicht abtropfen lassen und die Zitrone in Spalten schneiden. Für die optionale Beigabe den geriebenen Ingwer mit dem Reisessig verrühren. Nach Wunsch die Lauchzwiebel in 3–4 cm lange Stücke schneiden.
- Grill oder Pfanne vorheizenGrill oder Pfanne auf mittlere Hitze vorheizen und den Rost beziehungsweise die Pfanne dünn mit Pflanzenöl einfetten.
- Den Fisch bratenDen Fisch auflegen und die erste Seite 5 bis 7 Minuten bräunen. Wenden und weitere 3 bis 9 Minuten garen, bis das dickste Stück durch ist und sich das Fleisch leicht löst. Nach Wunsch die Lauchzwiebelstücke daneben mitbraten.
- Anrichten und servierenDen Fisch mit dem geriebenen Daikon anrichten, den Rettich mit wenigen Tropfen Sojasauce beträufeln, Zitronenspalten dazulegen und nach Wunsch etwas Ingwer-Essig darüber geben.
Tipps und Varianten
Statt Filetstücken lassen sich auch Kragenstücke (Kama) grillen: Die Haut wird dann kräftig gesalzen und darf fast schwarz werden, weil sie nicht mitgegessen wird. Ohne Fischgrill funktioniert die Pfanne mit Öl und Deckel gut; wer es süßer mag, glasiert den Fisch statt zu salzen mit Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker (Teriyaki). Vor dem Salzen kann man mit Kombu-Dashi-Pulver und Sake vorwürzen. Klassisch presst man Sudachi oder Yuzu über den Fisch, Zitrone ist der gute Ersatz. Ist der geriebene Ingwer zu scharf, mische ihn unter den Daikon. Dieselbe Zubereitung passt auch für Makrele, Sardine oder den Pazifischen Makrelenhecht.
Allergene
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Glutenhaltiges Getreide, Soja
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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