
Kansai (Osaka, Kyoto) · 45 Min. · Fisch · Hauptgang · Für Geübte
Unagi no Oshizushi
Auf Deutsch: Gepresstes Sushi mit Aal und Myōga · Auf Englisch: Pressed sushi with eel and myoga
Für 2 Personen · metrisch
Gepresstes Sushi aus Osaka mit gegrilltem Aal, Ei und Myōga
Oshizushi ist die Osaka-Art, Sushi zu machen: Reis und Belag werden in einer hölzernen Pressform, dem Oshibako, zu einem festen Block gedrückt und erst danach in Stücke geschnitten. Hier liegt gegrillter Aal (Kabayaki) obenauf, dazwischen kommt kurz eingekochter Myōga, der die Süße der Aal-Sauce auffängt. Die Stücke halten gut zusammen, schmecken lauwarm wie ausgekühlt und sind damit auch ein guter Fall fürs Bentō im Sommer.
Zutaten
- 1Aalfertig gegrilltes Filet, in formgerechte Stücke oder ca. 1 cm breite Streifen geschnitten
- 400 gSushireisnoch warm mit der Essigmischung vermengen
- 3 ELfertig gemischt oder aus Reisessig, Zucker und Salz selbst angerührtMilder, leicht süsslicher Essig aus Reis, deutlich weniger scharf als Weinessig.Ersatz: Heller Apfelessig oder Weissweinessig, mit etwas Wasser verdünnt und mit einer Prise Zucker abgerundet, kommt nahe heran. Er schmeckt etwas fruchtiger und schärfer, für Sushi-Reis und feine Marinaden fällt der Unterschied am deutlichsten auf.Mehr dazu
- 1½ ELZuckerfür den Sushi-Essig, eine Prise zusätzlich für das Omelett
- 1 TLSalzfür den Sushi-Essig, eine Prise zusätzlich für das Omelett
- 1Eierzu einem dünnen Omelett gebacken und in feine Streifen geschnitten
- 3Myogalängs halbiert, in dünne Scheiben geschnitten und kurz gedämpft-gekocht (optional)
- 1 ELzum kurzen Kochen des MyōgaJapanischer Reiswein, im Kochen vor allem zum Abrunden, Mildern von Fischgeruch und für Umami verwendet.Ersatz: Trockener Sherry oder chinesischer Shaoxing-Wein kommen am nächsten, bringen aber einen eigenen, kräftigeren Ton mit; Mirin ist kein Ersatz, weil er deutlich süss ist.Mehr dazu
- 1 ELSojasaucezum Kochen des Myōga, ebenso Grundlage der Aal-Sauce
- 1 ELzum Kochen des Myōga und für die Aal-SauceSüsser japanischer Reiswein zum Kochen, der Saucen und Glasuren eine milde Süsse und Glanz gibt.Ersatz: Sake oder trockener Sherry mit etwas Zucker, etwa ein Teelöffel auf einen Esslöffel, kommt nahe heran; Süsse und Glanz stimmen dann ungefähr, die runde, leicht malzige Tiefe des Mirin fehlt.Mehr dazu
- 1 ELUnagi-Saucezum Beträufeln vor dem Servieren; aus Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker eingekocht
- Frühlingszwiebelfein geschnitten, als Auflage (optional)
- 1 TLIngwergerieben, nach Belieben (optional)
- ½ TLSesamgeröstet, zum Bestreuen (optional)
Zubereitung
- Den Sushireis kochen und noch warm mit dem Sushi-Essig (oder mit Reisessig, Zucker und Salz) vermengen, bis die Körner glänzen; anschließend auf Zimmertemperatur auskühlen lassen.
- Den gegrillten Aal auf die Länge der Form zuschneiden oder in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.
- Das Ei mit je einer Prise Zucker und Salz verquirlen, in der Pfanne zu einem dünnen Omelett backen, abkühlen lassen und in feine Streifen schneiden.
- Den Myōga längs halbieren, in dünne Scheiben schneiden und mit Sake, Sojasauce und Mirin kurz aufkochen; danach abtropfen lassen und leicht ausdrücken.
- Die Oshibako-Form – ersatzweise eine rechteckige Vorratsdose – mit Frischhaltefolie oder Backpapier auslegen, damit der Reis nicht kleben bleibt.
- Eine Lage Reis einfüllen und glatt drücken, den Myōga darauf verteilen, nochmals Reis einfüllen und darauf Aal, Eistreifen und die feinen Frühlingszwiebeln legen.
- Die Folie über den Belag schlagen, den Deckel auflegen und gleichmäßig fest nach unten pressen.
- Den Block an der Folie aus der Form heben und mit einem scharfen, angefeuchteten Messer in mundgerechte Stücke schneiden.
- Vor dem Servieren mit der Aal-Sauce beträufeln.
Tipps und Varianten
Der Aufbau lässt sich drehen: Legt man den Aal mit der Haut nach oben ganz unten in die Form und füllt nur Reis darüber, wird der Block gestürzt serviert; ebenso gut kommt der Reis als Boden und Aal mit Ei erst als oberste Auflage. Statt Aal funktionieren roher Fisch und andere Auflagen – Garnelen, Jakobsmuscheln, Thunfisch, Lachs, Avocado, Rettich, Tobiko –, und anstelle des dünnen Omeletts kann man Tamagoyaki verwenden; für die Lachsvariante den Fisch mit eingekochter Teriyaki-Glasur und scharfer Mayonnaise-Sauce belegen und zum Schluss kurz abflämmen. Die Aal-Sauce lässt sich selbst ansetzen: Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker etwa 20 Minuten einkochen und mit angerührter Stärke binden. Zum Servieren die geschnittenen Stücke versetzt zu einem Schachbrettmuster zusammenlegen und geriebenen Ingwer, gerösteten Sesam oder – statt der Aal-Sauce – Wasabi und Sojasauce dazu reichen.
Allergene
Enthält: Eier, Glutenhaltiges Getreide, Soja
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Sesam
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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