
Japan · 75 Min. · Vegan · Beilage · Für Anfänger
Chameshi
Auf Deutsch: Teereis · Auf Englisch: Green tea rice
Für 4 Personen · metrisch
Japanischer Teereis mit gerösteten Sojabohnen und Sesam, leicht herb und nussig
Chameshi heißt wörtlich Teereis: Rundkornreis wird in kräftig aufgegossenem Grüntee gegart, mit Kombu, Sake und gerösteten Sojabohnen. Gereicht wird er gern als Begleitung zu Oden und heißt in diesem Zusammenhang auch Tōmeshi. Eine Quelle führt ihn als Gericht der Präfektur Fukui, die Version mit Sojabohnen kennt man auch als Nara-Chameshi.
Zutaten
- 375 gReisRundkornreis, gewaschen und ca. 30 Min. quellen gelassen (etwa 2,5 Gō)
- 8 gGrünteeTeeblätter, z. B. Sencha, Fukamushi-cha oder Bancha; kräftig aufgegossen als Kochflüssigkeit oder fein gemahlen untergemischt
- 550 mlWasserzum Aufgießen des Tees bzw. als Kochflüssigkeit
- 1 TLSalz
- 2 ELKochsakeJapanischer Reiswein, im Kochen vor allem zum Abrunden, Mildern von Fischgeruch und für Umami verwendet.Ersatz: Trockener Sherry oder chinesischer Shaoxing-Wein kommen am nächsten, bringen aber einen eigenen, kräftigeren Ton mit; Mirin ist kein Ersatz, weil er deutlich süss ist.Mehr dazu
- 2 ELSojasaucefür die bräunliche Variante ohne oder mit Tee
- 1ca. 10–15 cm, beim Kochen auflegen und danach entfernenAchtung: Kombu enthält sehr viel Jod und sollte deshalb vor allem zum Auskochen dienen und nicht in größeren Mengen gegessen werden, besonders bei Schilddrüsenerkrankungen.Getrockneter Seetang aus der Familie der Braunalgen, in festen, dunkelgrünen Platten; Grundlage für die japanische Brühe Dashi.Ersatz: Einen vollwertigen Ersatz gibt es nicht. Eine Prise Glutamat liefert die Würze, aber nicht den Meereston und die Tiefe; Instant-Dashi-Granulat schmeckt ähnlich, enthält aber meist Fisch und macht ein vegetarisches Gericht damit ungeeignet.Mehr dazu
- 35 gSojabohnengetrocknet, in der Pfanne langsam geröstet; gelbe oder grüne Sojabohnen
- 1 ELSesamgeröstet, ggf. gemahlen, zum Untermischen
- 180 gSüßkartoffelmit Schale in 1 cm dicke Viertelscheiben geschnitten, 30 Min. gewässert (optional)
- 8Esskastaniengeschält, mitgekocht (optional)
Zubereitung
- Reis waschen und quellen lassenDen Reis waschen, bis das Wasser fast klar bleibt, und etwa 30 Minuten quellen lassen. Danach gut abtropfen lassen. Wer die Süßkartoffel verwendet, schneidet sie mit Schale in 1 cm dicke Viertelscheiben und legt sie in dieser Zeit ebenfalls 30 Minuten in Wasser.
- Sojabohnen trocken röstenDie getrockneten Sojabohnen ohne Fett in eine Pfanne geben und bei mittlerer bis schwacher Hitze langsam rösten, dabei immer wieder schwenken, bis sie duften und leicht Farbe nehmen.
- Grüntee aufbrühenDen Grüntee mit dem Wasser kräftig aufgießen oder kalt ziehen lassen. Anschließend die Teeblätter abseihen.
- Reis mit Tee ansetzenDen Reis in einen Topf oder den Reiskocher geben und mit dem Tee bis zur üblichen Kochmenge auffüllen. Salz, Sake und, wenn du die bräunliche Variante möchtest, die Sojasauce zugeben und alles einmal gut verrühren.
- Kombu und Einlagen auflegenDas Stück Kombu obenauf legen und die gerösteten Sojabohnen darüber verteilen. Nach Wunsch auch die abgetropfte Süßkartoffel oder die geschälten Esskastanien dazugeben, ohne noch einmal umzurühren.
- Den Reis garenDen Reis im Topf oder im Reiskocher ganz normal garen.
- Auflockern und nachziehen lassenNach dem Garen das Kombu herausnehmen, den Reis mit dem Reislöffel auflockern und zugedeckt etwa 10 bis 15 Minuten nachziehen lassen.
- Sesam unterheben und servierenZum Schluss den gerösteten, nach Belieben gemahlenen Sesam vorsichtig unterheben und den Chameshi warm servieren.
Tipps und Varianten
Für einen klaren grünen Teereis ersetzt der Tee das Kochwasser, und die Sojasauce bleibt weg. Ganz ohne Tee, nur mit Sojasauce, Sake und Kombu, wird der Chameshi bräunlich und würzig. Du kannst auch fein gemahlenen Sencha erst unter den fertigen Reis mischen, statt ihn mitzukochen. Im Herbst passt die Süßkartoffel gut hinein, alternativ grüne Sojabohnen mit Esskastanien. Manche geben den Sake erst nach dem Garen dazu, kurz vor dem Nachziehen. Am schönsten ist Chameshi als Begleitung zu einem Topf Oden.
Allergene
Enthält: Glutenhaltiges Getreide, Soja
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Sesam
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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