Gobō
Die lange, dünne Wurzel der Grossen Klette, aussen braun und innen hell, mit erdigem, leicht süsslichem Geschmack und fester, faseriger Textur.
Gobō ist die Wurzel der Grossen Klette, die in Japan als Gemüse angebaut wird und bis zu einem Meter lang werden kann. Sie schmeckt erdig, nussig und leicht süss, bleibt auch nach längerem Garen bissfest und faserig und eignet sich daher für Schmorgerichte, Suppen und kurz gebratene, in feine Streifen geschnittene Zubereitungen. Weil ein grosser Teil des Aromas direkt unter der Haut sitzt, wird sie nur mit dem Messerrücken abgeschabt oder abgebürstet und nicht geschält. Angeschnitten wird sie schnell braun, weshalb man die Stücke meist kurz in kaltes Wasser oder leichtes Essigwasser legt, was auch die herbe Note mildert. Frisch findet man sie im Asienladen, besonders in japanischen und koreanischen Geschäften, gelegentlich auf Wochenmärkten oder bei Biohöfen; tiefgekühlt, vorgegart oder eingelegt gibt es sie auch im Versand.
Ersatz:
Am nächsten kommt Schwarzwurzel, die ähnlich erdig schmeckt, ebenfalls schnell braun wird und eine vergleichbare Form hat, aber weicher und milder ist und schneller gart. Pastinake oder Petersilienwurzel treffen die Süsse, nicht aber die faserige Bissfestigkeit und das herbe, waldige Aroma, sodass das Gericht weicher und süsslicher wird.