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Onsen-Ei

Ein Ei, das lange bei knapp unter 70 °C gegart wird, sodass das Eigelb cremig und das Eiweiss nur halb gestockt ist.

Das Onsen-Ei ist nach den heissen Quellen Japans benannt, in denen Eier traditionell gegart wurden. Bei etwa 63 bis 65 °C stockt das Eigelb früher als das Eiweiss, deshalb ist es hier umgekehrt als beim gekochten Ei: Das Eigelb wird dicht und puddingartig, das Eiweiss bleibt zart, milchig und fast flüssig. Es wird meist aufgeschlagen auf Reis, Nudeln oder in Brühe gegeben, wo es sich mit dem Gericht zu einer milden, sämigen Sauce verbindet. Man bereitet es zu Hause zu, mit einem Thermometer in einem Topf mit Wasser, das man 30 bis 45 Minuten auf dieser Temperatur hält, oder mit einem Sous-vide-Gerät. Fertig gegart findet man es gelegentlich gekühlt im japanischen Lebensmittelgeschäft oder im Asienladen.

Ersatz:

Ein pochiertes oder sehr weich gekochtes Ei kommt am nächsten, allerdings ist das Eiweiss dann fest und das Eigelb flüssig statt cremig, sodass es sich weniger gleichmässig mit dem Gericht verbindet.

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