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Myoga

Die Blütenknospen einer japanischen Ingwerart, fein in Streifen geschnitten und meist roh gegessen: knackig, frisch, mild scharf mit blumigem Duft.

Myoga ist eine mit dem Ingwer verwandte Staude, von der nicht die Wurzel, sondern die rötlich-weissen Blütenknospen gegessen werden, die im Sommer direkt aus dem Boden spriessen. Roh und hauchdünn geschnitten schmecken sie frisch, leicht scharf und zugleich blumig, mit einem Anklang von Ingwer und Schalotte, aber ohne dessen Schärfe und Fasern. Gerade diese knackige Frische macht Myoga zur klassischen Garnitur für kalte Nudeln, Tofu, Suppen und Sashimi; man gibt es spät oder roh zu, weil es beim Kochen sein Aroma verliert. Gelegentlich wird es auch in Essig eingelegt, wobei es sich rosa färbt. Frisch findet man Myoga ausserhalb Japans nur selten, am ehesten im gut sortierten japanischen oder asiatischen Laden, manchmal tiefgekühlt oder eingelegt; die Pflanze ist winterhart und lässt sich aus der Staudengärtnerei oder im Versand beziehen und im Garten ziehen.

Ersatz:

Einen echten Ersatz gibt es nicht, weil der blumige Duft einzigartig ist. Fein geschnittener junger Ingwer mit etwas Frühlingszwiebel oder Schalotte trifft Frische und leichte Schärfe, das Gericht verliert aber seine typische Blütennote.

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